Die Heilkunde

1. Naturheilkunde ist keine Ergänzung

-> Die Gesamtmedizin besteht aus Ganzheitsmedizin und der kausal-analytisch (linearen) Medizin. Innerhalb des letztgenannten Bereichs sind Disziplinen wie bspw. die Notfallmedizin, chirurgische Verfahren udgl. einzuordnen. Das beinhaltet als einfachstes Beispiel die Reponierung eines Bruchs mit anschließendem Gips, um die Krankheit (= gebrochener Arm) ursächlich zu heilen. Viele Medikamente wie beispielsweise Cortisol, Sulfonamide, Psychopharmaka wirken auf dieser Ebene und dürfen, aufgrund der drastischen Langzeitnebenwirkungen, nur zeitlich begrenzt eingesetzt werden. Dieser Bereich der Medizin ist der randomisierten Doppelblindstudie zugänglich. Reduktionistisch kann bei dieser Studienform nur ein einzelner Faktor betrachtet werden; das nach Antibiogram ausgewählte Antibiotikum tötet das entsprechende Bakterium ab. Dabei müssen systemische Nebenwirkungen (Zerstörung der physiologischen Flora [von z. B. Darm, Mundhöhle, Vagina], toxische Organschäden, uvm.) in Kauf genommen werden.
Die Naturheilkunde ist Bestandteil der Ganzheitsmedizin und betrachtet den Menschen in seinem kybernetischen Gesamtkontext (Ernährung, Bewegung, Einstellung, Genetik, Umwelt). Entsprechend wird oft eine Kombination von Verfahren angewendet, um die jeweils beeinträchtigten Bereiche zu stabilisieren und die Selbstheilung zu unterstützen. Hierbei können zum Wirksamkeitsnachweis naturgemäß keine ceteris paribus Annahmen festgelegt werden, denn es steht kein einzelner zu bewertender Faktor im Vordergrund.
Bis ein Patient z. B. chronische Rückenschmerzen bekommt, müssen i. d. R. viele Kompensationsmechanismen überlastet sein. Entsprechend kann ein Schmerzmittel (linearmedizinisch) hier nur palliativ, nicht aber ursächlich wirken. Wenn dann als Beispiel eine Kombination aus Ernährungstherapie, Aufbautraining, manueller Medizin und Heilpflanzen zum Erfolg führt, lässt sich dieser keinem einzelnen Bereich zuordnen, denn es ist die Kombination, die die körperliche Kompensationsfähigkeit wieder herstellt. Die Wirksamkeit einer Behandlungskombination wird hier mit dem empirischen Medizinstandard bewertet, um Objektivität, Reliabilität und Validität zu gewährleisten. Zum Preis eines Unsicherheitsfaktors erkauft man sich Hoffnung und Erfolge auch in „schulmedizinisch unheilbaren, austherapierten Fällen“. Objektive Medizin erkennt das in ihr liegende Subjektive an.

Die Bewertung einzelner Therapie- und/ oder Diagnoseverfahren, ohne Einbezug des Gesamtkontext, ist folglich streng unwissenschaftlich. Wissenschaftliche Modelle versuchen, eine Annäherung an die Wirklichkeit zu ermöglichen. Probleme entstehen dort, wo das Modell mit der Wirklichkeit verwechselt wird. Der medizinische Bereich der größten Enzyklopädie-Webseite erkennt als Beispiel ausschließlich Ad-Hoc-Hypothesen an. Deren Erklärung medizinisch-psychologischer Wirklichkeit ist zwar unzureichend, lässt sich aber nicht mit Minimalanpassungen, sondern nur durch radikalere Änderungen der Fundamentalkonzepte und physikalischen Annahmen korrigieren.

2. Es gibt keine Trennung von Körper, Geist und Seele

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Wir lehnen die isolierte Betrachtung der menschlichen Leiden als somatisch oder psychisch ab. Wenn der Körper vom Geist getrennt ist, wird ein Patient für gewöhnlich als geistesgestört bezeichnet und in einer geschlossenen psychiatrischen Anstalt untergebracht – mit wenig Aussicht auf Besserung. Wie können wir also zulassen, dass eine „moderne Medizin“ genau diese Trennung erzwingt – mit wenig Aussicht auf Besserung? Körperliche Krankheiten gehen immer auch mit einer seelischen Affektion einher et vice versa. Die Behandlung muss beide Bereiche gewichten und berücksichtigen, um ans Ziel zu gelangen.

3. Heilpraktiker / Heilpraktiker Psychotherapie – eine Verwechslung

-> 1993 wurde der „kleine Heilpraktiker“ (= Heilpraktiker beschränkt auf das Gebiet der Psychotherapie) zugelassen, eine Qualifikation die die heilkundliche Tätigkeit auf das Gebiet der Psychotherapie limitiert. Der Vorteil liegt auf der Hand: Viele notwendige Verfahren der freien Psychotherapie, die keine Anerkennung in der tiefenanalytisch fundierten, analytischen und/ oder verhaltensorientierten Psychotherapie finden, werden so nicht nur im Ausland, sondern auch in Deutschland für Patienten zugänglich, da die Zahl an Praktikern steigt. Die Kostenerstattung durch gesetzliche Krankenkassen wird möglich, wenn kein anderweitiger Therapieplatz innerhalb angemessener Wartefrist für den Patienten zu realisieren ist; somit ist dieser Bereich regulär nur den „freien Praxen“ zugänglich; individuelle Psychotherapie wird damit vornehmlich privatversicherten, selbstzahlenden und zusatzversicherten Patienten ermöglicht. Das bringt zusätzliche Vorteile bei der Auswahl von z. B. Berufsunfähigkeitsversicherungen, der Gestaltung von privaten Krankenversicherungsleistungen usw. da Versicherungen nur der Vollzugriff in die Akten von Ärzten und psychologischen Psychotherapeuten möglich ist.
Der Nachteil ist die entstehende Fehlannahme, dass damit der („Voll“-)Heilpraktiker ausschließlich körperorientiert arbeiten darf; eine Trennung, die gerade von Heilpraktikern strikt abgelehnt wird und faktisch nicht existiert. Die Ausübung der Heilkunde als Heilpraktiker wird erst ab dem 25sten Lebensjahr gestattet, somit handelt es sich bei Heilpraktikern in den meisten Fällen um Menschen, die selbst entsprechende Lebenserfahrungen vorweisen können und deren Einstellung zumeist deutlich kritischer gegenüber der konventionellen Lehrmeinung orientiert ist – die Praxisarbeit bestätigt diese Haltung, denn die Patienten sind zumeist Menschen, deren Erfahrungen nicht in Kongruenz zu gängigen „wissenschaftlichen Hypothesen“ stehen. Das beinhaltet in vielen psychotherapeutisch gewichteten Verfahren bspw. die Integration von postnataler Biographie, persönlichem Unbewussten, perinataler Biographie und dem transpersonalen Bereich; im körperorientierten Verfahren zusätzlich die Arbeit an der Auflösung des Nocebo-Effekts.


4. Spezialisierung ersetzt Denken nicht

-> Der Ungeist der Zeit bringt eine Überspezialisierung mit sich, die den Bürgern Sicherheit bringen sollte. Tatsächlich basiert diese Spezialisierung aber auf marktwirtschaftlichen Prinzipien, also auf dem Prinzip der Gewinnmaximierung. Bisher ist noch keine Industrie dadurch in eine übermächtige Stellung gekommen, dass ihr Angebot ausschließlich angemessen genutzt wird. Der intervallmäßige Wechsel, nicht qualifizierter Laienpolitiker von einem Amt zum nächsten, lässt nur darauf schließen, dass keine echten Politiker, die Entscheidungen zum Wohle des Volkes treffen könnten, mehr existieren, sondern nur noch der Markt – gleiches gilt leider für die meisten Journalisten, Reporter und andere Berichterstatter. Willkürliche Grenzwerte für hochtoxische Substanzen in Lebensmitteln, Nichttesten giftiger Rückstände in Trinkwasser, Leugnen von umweltmedizinisch einwandfreien Studien zur Schädlichkeit der meisten „technologischen Beschäftigungs- und Ablenkmaßnahmen“ für Menschen, die nicht mehr selbst denken sollen und Heiler, die in der Werbung Ihre Prinzipien gegen Geld eintauschen („wissenschaftlich geprüft“, „dermatologisch getestet“, „von führenden Zahnärzten empfohlen“), sind heute die bittere Realität und erzeugen die Notwendigkeit, genauer nachzufragen statt eine Autorität, die keine sein darf, anzuerkennen.

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EZB-Neubau und Materialismus

Der Mensch ist kein materialistisches Wesen. Unser, durch pathologischen Kapitalismus gekennzeichnetes, Schein- und Trugweltbild kann den Menschen in seinem Streben nach Selbstbestimmung, Selbstverwirklichung und Selbstwirksamkeit nicht befriedigen. Der Versuch des Einzelnen, sich durch Protest gegen Pseudoökonomie und Scheinpolitik zu stellen, die schon lange nicht mehr am Wohle des Volkes ausgerichtet sind, wird durch einzelne Industriemonopole unterdrückt und sanktioniert. Wie sich der Mensch gegen diese Metainstanzen zur Wehr setzt, sehen wir hier; leider mit überflüssigem Sachschaden, der letztlich eine größere Distanz zwischen den Demonstranten-Menschen und den Polizei-Menschen bewirkt. Die Polizei wird hoheitlich tätig. Hoheitliche Tätigkeit erfordert die Legitimation des Volkes. Die Polizei ist also dem Volk unterstellt und nicht dem korrupten Konstrukt, das uns künstliches Glück und unnachhaltigen Wohlstand suggeriert. Das vergessen oft beide Seiten.
Du kannst jetzt dazu beitragen, die Welt aktiv mitzugestalten; verzichte einfach auf das, was dir die Massenmedien in Form erfundener Bedürfnisse aufdrängen. Das, was über deine Deckung der Grundbedürfnisse hinausgeht, blockiert dich in dem Maße, in dem du dich mit dem Produkt identifizierst. Immer. Das Auslöschen von Scheinbedürfnissen im Einzelnen bringt mehr als 1.000 brennende Gebäude.

http://www.handelsblatt.com/…/ezb-proteste-vo…/11519840.html

Aus den Forschungen zur forensischen Psychologie – und aus unseren täglichen Erfahrungen – wissen wir, dass eine Einschränkung der Möglichkeiten zur zwischenmenschlichen Entwicklung, durch ungünstige Gesellschaftsstrukturen, kompensatorisch ein unbefriedbares Streben nach materiellen Statusobjekten nach sich zieht, welches schließlich aufgrund des Mangels an erfahrener Befriedigung zu Aggressionen gegen die Verursacher umschlägt, um sich aus der Abwärtsspirale wieden zu befreien und erneut die Möglichkeit zu erhalten, echte Werte zu erleben.

Familientherapie (Hellinger)

Psychotherapeutische Arbeit erfordert ein hohes Maß an Intuition. Das, was wir nicht intuitiv erfassen können, müssen wir analytisch erarbeiten. Entsprechend steht die Intuition für uns über der Analyse. Bei vielen von uns ist die Intuition verkümmert und wir sind auf Analysen angewiesen, von denen aus wir oft in eine falsche Richtung gelangen. Wer Probleme beim intuitiven Nachempfinden von Verstrickungen und Vertretern des Familienstellens nach Bert Hellinger hat, dem empfehlen wir die Trödeltruppfolge von gestern, dem 17.03.2015 20.15 Uhr – i. d. R. werden die Folgen online nachgesendet; aus unserer Sicht stellt sie ein Lehrbuchbeispiel für die Familientherapie dar.

http://www.rtl2.de/sendung/der-troedeltrupp-das-geld-liegt-im-keller/folge/folge-v498